häufigsten Verletzungen beim Wandern
Um die Natur in vollen Zügen genießen zu können, begeben sich viele Menschen regelmäßig nach draußen, ob auf dem Fahrrad oder zu Fuß. Gerade beim Wandern kann man Landschaften bewusst wahrnehmen und auf sich wirken lassen. Mitten im Gründen kann es jedoch auch schnell zu kleineren oder größeren Verletzungen kommen. Hier sind die häufigsten Verletzungen beim Wandern, damit du dich optimal darauf vorbereiten kannst.
1) Umknicken
Ein unachtsamer Schritt oder unebenes Gelände sind die Hauptursachen, warum man beim Wandern häufiger mal umknickt. Knickt der Fuß zur Seite weg, werden die Bänder plötzlich und übermäßig stark beansprucht. Im schlimmsten Fall können sie reißen, was eine längere Behandlung und Regeneration nach sich zieht. Sind die Bänder überdehnt oder (an)gerissen, macht sich dies durch sofortige Schmerzen und eine spürbare Schwellung bemerkbar. Beim Wandern sollte daher unbedingt auf festes Schuhwerk gesetzt werden, idealerweise bis über die Knöchel für mehr Stabilität. Daneben gilt es natürlich, so vorsichtig wie möglich zu sein, um im besten Fall gar nicht erst umzuknicken.
2) Blasen an den Füßen
Auf der nächsten Wanderung erst einmal die neuen Schuhe einweihen? Klingt verlockend, ist aber keine gute Idee. Noch nicht eingelaufene Schuhe verursachen Reibung, die über einen längeren Zeitraum zu Blasen führt. Zusammen mit schwitzenden Füßen weicht die Haut an der Ferse auf, wird wund und ruft die körpereigenen Vorsorgemaßnahmen auf den Plan. Um die geschundene Haut zu schonen, füllt sich die druckempfindliche Blase mit Flüssigkeit. Verwende daher immer ausreichend eingelaufene sowie atmungsaktive Schuhe und Socken. Zur Sicherheit solltest du immer ein Erste-Hilfe-Set outdoor mit ausreichend Blasenpflastern dabeihaben.
3) Knieverletzungen
Knickst du mit dem Fuß um, belastet das automatisch auch dein Kniegelenk. Denn auch hier laufen zahlreiche Bänder zusammen, die die knöcherne Kniescheibe an Ort und Stelle halten. Ungeachtet davon kannst du aber auch Knieschmerzen bekommen, wenn du zu lange Strecken am Stück läufst – besonders als ungeübter Wanderer. Durch die anhaltende Belastung ermüdet die Muskulatur, wodurch Schmerzen im Bereich der Knieselbe und entlang der Sehnen entstehen können. Dieser Effekt verstärkt sich bei zu hoher Laufgeschwindigkeit und ausbleibenden Pausen. Wanderstöcke können helfen, einen Teil der Belastung auf den Oberkörper zu verlagern und so die Knie zu entlasten.
Achte ansonsten auf ausreichende Pausen, bei denen du die Beine hochlagerst. Hilfreich ist es auch, beim Gepäck Abstriche zu machen, sodass weniger Gewicht auf deine Beine drückt.
4) Sonnen- und Mückenstiche
Gerade im Sommer sind Sonnenbrände und Mückenstiche keine Seltenheit. Vergiss daher nicht, dich vor dem Loslaufen ausreichend mit Sonnencreme einzuschmieren – auch, wenn du überwiegend im Wald unterwegs bist oder es bewölkt sein sollte! Die UV-Strahlung bahnt sich problemlos ihren Weg durch Wolken- oder Blätterdächer hindurch. Achte daher auf lange, atmungsaktive Kleidung sowie eine Kopfbedeckung.
Zusätzlich kannst du Anti-Mücken-Spray oder auch spezielle Moskitoabwehrmittel auf die Haut auftragen. Dadurch kannst du zumindest einen Teil der Plagegeister abwehren. Lange Kleidung ist auch hier von Vorteil. Im Careplus-Shop findest du nützliche Mittel, um dich bestmöglich vor aggressiver Sonnenstrahlung und nervenden Insekten zu schützen.
5) Muskelzerrungen und Krämpfe
Muskelzerrungen und Krämpfe entstehen beim Wandern dadurch, dass der Körper über einen längeren Zeitraum ungewohnt hohen Belastungen ausgesetzt ist. Eine unzureichende Vorbereitung auf die körperliche Anstrengung oder eine schlechte Nährstoffversorgung kann dann schnell zu schmerzhaften Krämpfen führen. Auch niedrige Temperaturen sowie einseitige Bewegungsmuster tragen dazu bei, dass die Muskeln empfindlich reagieren.
Eine Zerrung äußert sich meist durch einen plötzlich einsetzenden Schmerz, der die Bewegungsfreiheit einschränkt. Um sowohl Krämpfen als auch Zerrungen vorzubeugen, solltest du gleichmäßig gehen, regelmäßig kurze Pausen einlegen und die Muskulatur dabei sanft lockern. Treten erste Beschwerden auf, hilft es, das Tempo zu reduzieren und eine längere Pause zu machen.
6) Stürze
Stürze stellen ein erhebliches Risiko dar, da sie oft mehrere Verletzungen gleichzeitig verursachen. Besonders schmale Pfade oder feuchte Untergründe erhöhen die Gefahr, abzurutschen. In solchen Situationen werden Hände und Arme häufig zum Abstützen genutzt, wodurch es zu Prellungen oder offenen Verletzungen kommt. Eine vorausschauende Gehweise und rutschfeste Sohlen verbessern die Sicherheit beim Wandern deutlich. Eine hundertprozentige Vermeidungstaktik gibt es jedoch nicht. Sei daher besonders auf stark abschüssigen Wegen sowie bei Wanderungen abseits der vorgegebenen Pfade vorsichtig und lerne, Gefahren realistisch einzuschätzen.
7) Dehydrierung
Ist der Körper dehydriert, macht sich dies erst nach einiger Zeit bemerkbar, etwa durch Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwierigkeiten. Vergiss nicht, dass du beim Wandern mehr Wasser brauchst als normal. Die körperliche Anstrengung und möglicherweise hohe Temperaturen oder Luftfeuchtigkeit zehren an den Wasserreserven des Körpers. Trinke daher auch, wenn du kein akutes Durstgefühl verspürst.
Typische Anzeichen bei Flüssigkeitsmangel:
- Trockener Mund
- Dunkelgelber Urin
- Nachlassende Konzentration
- Benommenheit
- Kopfschmerzen


